Hallenbosseln

Hallenbosseln ist eine nicht-paralympische Sportart für den Bereich des Behinderten- und Reha-Sportes. Es ist beim Deutschen Behindertensportverband – National Paralympic Committee Germany, als nationales Spiel gelistet. Es werden jährlich Landes- und Deutsche Meisterschaften ausgetragen.

Es ähnelt in Aufbau und Regeln dem Stockschießen. Die hölzernen Schiebestöcke werden als Bosseln bezeichnet. Gespielt wird ausschließlich in Turnhallen. Bosseln hat mit der Sportart Boßeln trotz ähnlicher Schreibweise nichts gemeinsam.

Das Spielfeld beinhaltet eine 12 m (bei Frauen 10 m) lange Wurfbahn sowie ein sich daran anschließendes 4 m langes Zielfeld. Es spielen jeweils zwei Mannschaften mit drei Spielern gegeneinander, zu jeder Mannschaft gehört ein zusätzlicher Mannschaftsführer. Sogenannte Mixed-Mannschaften (zwei Frauen und zwei Männer, wobei pro Spiel jeweils nur drei aktiv sind) sind gestattet und werden in Wettbewerben in die Gruppe der Herrenmannschaften eingegliedert. Jeder Spieler einer Mannschaft hat pro Durchgang einen Wurf.

Durch abwechselnde Würfe wird nun versucht die Bosseln nahe an die Daube heranzubringen. Dabei darf man durchaus gegnerische Bossel mit dem Wurf aus dem Zielfeld entfernen oder auch die Daube selbst (wie beim Boule-Spiel) positionell verändern.

Alle Bosseln im Zielfeld erhalten Wurfpunkte. Der am nächsten an der Daube platzierte Bossel erhält zwei Punkte, alle anderen je einen. Gewonnen hat die Mannschaft, die nach sechs Durchgängen die meisten Punkte erzielt hat.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bosseln_(Reha-Sport)

Symbolbild / KI-generierte Darstellung

I. Spielgedanke  (Hallenbosseln)

Auf einem Spielfeld, das eine Wurfbahn und ein Zielfeld umfasst, spielen 2 Mannschaften mit je 3 Spielern und einem Mannschaftsführer gegeneinander. Die Spieler beider Mannschaften versuchen mit gezielten Würfen ihre Bosseln möglichst nahe an die im Zielfeld liegende Daube heranzubringen. Dabei ist es erlaubt, mit dem eigenen Wurf gegnerische Bossel aus dem Zielfeld herauszustoßen oder die Daube innerhalb des Zielfeldes in eine für den Gegner ungünstige und für die eigene Mannschaft günstige Stellung zu bringen. Alle Bosseln im Zielfeld erhalten Wurfpunkte. Gewonnen hat die Mannschaft, die in einem Durchgang/Spiel die meisten Punkte erzielt hat. Die Verwendung der männlichen Begriffe (z.B. Spieler, Schiedsrichter, Turnierleiter usw.) gelten auch für weibliche Personen.

II. Mannschaftszusammensetzung

Mannschaftsgesamtpunktzahl: gemäß der gültigen DBS-Tabelle Zur Mannschaft gehören 3 Spieler und 1 Mannschaftsführer. Die Summe der Punktzahlen der Spieler darf diese vorgeschriebene Gesamtpunktzahl nicht unterschreiten. Die Punkte des Mannschaftsführers werden für die Gesamtpunktzahl nicht mitgezählt. Teilverlust der Beine müssen durch Prothesen ausgeglichen werden.
Orthesen/Stützapparate müssen ebenfalls getragen werden. Rollstuhlfahrer dürfen eine Hilfe zum Anreichen der Bosseln o.ä. in Anspruch nehmen. Mixed – Mannschaften sind erlaubt (s. DBS-Turnierordnung Sonderregel Bosseln 11.1.6). Alle Spieler müssen eine gut sichtbare Nummerierung auf dem Vorderteil ihres Trikots tragen.

Hallenbosseln Spielregeln.pdf 175 KB
Aufbau Bosselspielfeld.jpg 132 KB